Pekip und Co– Übersicht zu Krabbelgruppen und Treffen für Babies

Pekip

Ich war schwanger, als eine Bekannte (ohne Kind) um die Ecke kam und meinte „Petap oder so ist der neueste Trend in Sachen Krabbelgruppe“. Wie bitte? Was soll das denn sein? Nach einigem Nachlesen bin ich auf den richtigen Namen (Pekip) gestoßen und habe auch einiges darüber erfahren. Es gibt wirklich viele Angebote für Mamis mit Baby, aber mit Neugeborenem hat man ja auch nicht so viel Zeit sich alles in Ruhe durchzusehen. Hier mal eine Übersicht über die gängigsten Angebote für Babies unter 12 Monate.

Baby Massage

Baby Massage Kurse beginnen in der Regel mit etwa 6 Wochen nach Geburt. Sie sollen Eltern zeigen, wie sie ihr Baby gut berühren können, was dem Baby gut tut. Manchmal können sich auch Verspannungen lösen und eventuelle Verdauungsbeschwerden können gelindert werden. Traditionell kommt die Babymassage aus Indien, aber der Fanzose Frederic Leboyer hat sie vor allem in Europa bekannt gemacht.

Ist das was für mich?

Zu Anfang sind die Babies sehr empänglich für jegliche Berührung. Deswegen ist es eine schöne Sache gezeigt zu bekommen, was den Babies wirklich gefällt und womit man gegebenenfalls sogar etwas helfen (z.B Verdauung, Entwicklung des Empfindungsvermögens) kann. Da es recht früh ist im Leben der Babies kann es aber auch passieren, dass man die Stunde nur mit stillen/Fläschchen geben verbringt oder das Baby die Stunde komplett verschläft. Und man muss eben mit einem sehr kleinen Baby schon raus und unter andere Leute.

Pekip

Pekip ist eine Abkürzung für Prager-Eltern-Kind-Programm. Der Erfinder dessen war Jaroslav Koch und kam aus Prag (Überraschung!). Im Grunde geht es darum, zusammen mit dem Kind neue Anregungen zum Spielen, Bewegen und zur Förderung der Sinne zu erkunden. Aber auch Beobachten und die Kinder machen lassen kommt nicht zu kurz. Das ganze findet in einem aufgeheiztem Raum statt, da die Kinder nackt sind. Dies soll die Bewegungsfreiheit der Babies begünstigen, da sie mal keine Windel und keine (einengende) Kleidung tragen. Jede Stunde soll ein anderes „Motto“ gelten, d.h. mal ist drehen oder einfach ansehen von bestimmten Formen angesagt. Manchmal auch die Sinne, d.h. es gibt Bälle, Felle, Wasser etc. Das ist auf nackter Haut natürlich besonders intensiv. Die Kinder sind alle in einem bestimmten Zeitfenster geboren, d.h. der Altersunterschied sind meist nur wenige Wochen. Damit sind die meisten Kinder auf einem ähnlichen Entwicklungsstand (bitte nicht vergleichen!), was ganz schön sein kann.

Ist das was für mich?

Man muss es mögen, in einem heißen Raum zu sein, im Sommer (puh Heizungsluft im Sommer?) genauso wie im Winter (von -5 Grad auf 30 Grad ist schon eine Umstellung). Außerdem sind die Kids wie gesagt nackt, dass heißt es wird gepullert (manchmal auch gekackt) wie sie nur lustig sind. Aber es gibt Putzsachen und alle Unterlagen, wenn was neben die eigens mitgebrachte Unterlage geht, sind normalerweise abwischbar. Pekip beginnt meist mit etwa 3 bis 4 Monaten und zieht sich über das ganze erste Lebensjahr. Und man muss das Kind natürlich immer komplett aus- und anziehen.

Krabbelgruppe

Der Klassiker. Was man immer so von den Eltern hörte: Die Kinder werden zusammengesetzt und die Mamis ratschen mit einer Tasse Kaffee. Na denn 😉 So ist es nicht mehr ganz würde ich sagen. Zwar ist hier genug Raum für das Austauschen , was einen gerade so bewegt mit Baby. Aber auch die Babies werden „unterhalten“ und ihnen einige neue Elemente und altergerechte Spielsachen gegeben. Die Eltern sitzen im Kreis und die Kids spielen in der Mitte.

Ist das was für mich?

Hier geht es relativ entspannt zu. Der Austausch ist für allem für Neu-Mamis ganz hilfreich. Man hat halt einfach doch die gleichen „Problemchen“, sei es die wachen Nächte oder die Farbe des Stuhlgangs. Hier wird meist kein Blatt vor den Mund genommen. Die Leitung kann natürlich auch aus ihrem meist jahrelangen Erfahrungsschatz erzählen. Als Mami lernst du viele Lieder, Fingerspiele und neue altersgerechte Spielsachen kennen. In der Regel sind Krabbelgruppen auch günstiger als z.B. Pekip. Krabbelgruppen werden je nach Angebot meist ab 4 Monaten angeboten.

Musikkurse/Musikgarten

Das ist vom Aufbau ähnlich wie eine Krabbelgruppe, nur dass es eben musikalisch zugeht. Babies lieben Musik! Es werden viele Lieder gesungen, mal mit Kniereiter, mal mit Fingerspielen. Manche Lieder werden auch „vom Band“ angehört und man tanzt zusammen mit dem Kind. Es gibt einige Instrumente, wie Rasseleier oder Trommeln, mit denen selbst die kleinsten schon was anfangen können. Mit Tüchern oder dem Fallschirm wird außerdem experimentiert, was viel Freude bringt.

Ist das was für mich?

Man lernt definitv viele Kinderlieder! Und man sollte keine Scheu vorm Singen haben, denn man muss mitsingen, ob man will oder nicht, ob schief oder schön. Aber das Gute ist: Jeder macht mit und somit ist das nicht ganz so wild. Meist ab 4 Monaten und maximal 1 Stunde lang.

Babyschwimmen

Hier gehst du in der Regle einmal wöchentlich für etwa 30 bis 45 Minuten mit deinem Baby in ein warmes Schwimmbecken. Viele Babies mögen das sehr weil sie das ja noch aus dem Bauch kennen. Warmes Wasser, Schwerelos sein. Du hälst dein Baby in verschiedenen Positionen, gehst durchs Wasser, singst Lieder, animierst zu Bewegungen. Es gibt auch Hilfsmittel und Spielsachen wie Schwimmnudeln oder Wasserbälle

Ist das was für mich?

Wenn du gerne Wasser magst und im Schwimmbad bist auf jeden Fall. Bei empfindlicher Babyhaut musst du evtl. erst schauen wie es sich mit dem Chlor verträgt. Und auch hier ist natürlich an- und ausziehen deines Kindes gefragt 😉 Schwimmkurse beginnen meist ab 4 Monaten. Übrigens eine konventionelle Wegwerf-Schwimmwindel ist gar nicht nötig. Denn die fängt auch nur das „grose Geschäft“ auf, Pipi geht da auch durch. Eine schöne Badehose tut es also völlig, und die kann oft verwendet werden 🙂

So nun hast du die Qual der Wahl 🙂 Ich habe einiges probiert und damit die Sachen gefunden, die zu mir und Lovebug gepasst haben. Bald berichte ich darüber.

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