Das Kleinkind komplett abstillen

Nun habe ich ja nachts abgestillt und nun wird noch in der Früh wenn es hell ist und abends, nach dem Abendessen gestillt. Aber eben nicht mehr im Bett abends.
So, eigentlich hatte ich keinen richtigen Plan, wann ich aufhören wollte zu stillen. Das hat Lovebug mit etwa 1,5 Jahren selbst übernommen und ich habe dies als Anlass genommen und ein wenig „nachgeholfen“.

Abends abstillen

Wie gesagt, ich hatte es mir nicht vorgenommen nun komplett abzustillen. Abends hatte es sich so eingebürgert, dass nach dem „normalen“ Abendessen nochmal gestillt wurde. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, das Lovebug sehr wenig zu Abend aß, einfach weil Loveug wusste, dass es ja gleich noch Milch gibt. Ich war immer hin und hergerissen, sollte ich noch etwas „Normales“ zu essen anbieten? War es Hunger oder Komfort den Lovebug suchte? Nunja, wenn ich allerdings die freudigen Augen und das Gejauchze hörte, wenn ich mich Richtung Couch bewegte und dann ein süßes „Miiiiii“ gerufen wurde, war es mir meistens egal, welcher Grund nun der Wahre war. Es war einfach nur wunderschön, Lovebug so glücklich zusehen. Die Zweisamkeit zu genießen. Wer weiß denn wie lange diese noch anhält? Ein paar ruhige Minuten, eng aneinandergekuschelt.

Stillen wird einfach vergessen

Aber wie kam es nun dazu, dass ich abends nicht mehr stillte? Wir hatten Familienbesuch aus Deutschland. Lovebug freute sich sehr und hat stundenlang mit den Großeltern gespielt. Auch nach dem Abendessen, solange bis Bettgehzeit war. Und wir sind einfach ins Bett gegangen. Ohne stillen. Den ersten Abend dachte ich noch es war die Aufregung. Den 2. Abend wurde ich schon etwas neugiriger und beobachtete Lovebug. Aber nichts. Ich konnte mich auf die Couch bewegen und keine Nachfrage nach der sonst so beliebten Milch. Na gut. Lovebug steuert. Bis dann der Tag kam, als der Besuch eines Abends nicht da war. Auf einmal wollte wieder zum gewohnten zurückgekehrt werden. Und es war ok. Als die Großeltern dann wiederkamen und wieder eine Woche ohne stillen verging, habe ich beschlossen es auch nach deren Abreise beizubehalten. Anscheinend ist es auch ok ohne, es braucht keine Nahrungsaufnahme und kuscheln, spielen und was sonst gewünscht wird kann Lovebug auch so haben. Nach Abreise war es dann ein paar Tage etwas schwieriger. Mr. EA hat sein bestes gegeben und gespielt und Spaß gemacht bis zum umfallen. Etwas Genörgel war dabei, aber wirklich nicht tragisch. Ich denke Loveug war soweit. Und ich hatte wieder mehr Freiheiten. Mal Abends was für mich machen. Ich fühlte mich gut und denke auch für Lovebug war es in Ordnung so.

Morgens wird weiter gestillt

Und so stillten wir dann weiterhin morgens. Zumindest ein paar Wochen noch. Denn Lovebug wachte auf einmal wieder öfter auf und wollte trinken. Und wenn ich es verwehrte, weil es noch zu früh war, wurde Lovebug richtig sauer. Als ich es dann doch zuließ (obwohl es noch nicht hell war) war es aber dann nichts mehr als ein kurzes Nuckeln, an Schlafen war danach nicht mehr zu denken. So waren wir teilweise ab 5 Uhr wach. Um gegen 8:30 wieder zu schlafen. Jippie.
Also habe ich es wieder vehementer durchgezogen, erst wenn es hell ist und den Frust ausgehalten. Lovebug gewöhnte sich wieder daran.

Ich fühle mich unwohl

Lovebug wurde aber generell immer fordender, was ich mittlerweile als störend empfand. In der Früh riss Lovebug regelrecht an meinem Schlafshirt, im Befehlston kam „AUS!“, ich sollte es ausziehen. Das Trinken war trotzdem nur ein Nuckeln, unruhig und aufgedreht. Ich fühlte mich mit jedem Male weniger wohl. Und dann kam der Morgen, als Lovebug es einfach vergaß. Ich wunderte mich nicht schlecht, merkte aber gleichzeitig, dass es mir auch nicht fehlte. Ich war sogar erleichtert, dass der Morgen nicht mit Stillen begann sondern wir einfach zum Frühstück übergegangen sind.

Die Entscheidung ist gefallen

Während des Tages dachte ich viel darüber nach, wie und ob wir das Stillen weiterführen können. Sodass sich beide wohlfühlen. Denn ich habe auch schon oft gelesen, dass sobald sich die Mutter nicht mehr wohlfühlt, etwas an der Situation geändert werden muss. Denn sonst kann im schlimmsten Fall sogar die Beziehung zum Kind leiden. Ich sprach mit Mr. EA. Er hatte mich beim Stillen immer unterstützt und fand es toll, dass wir so eine schöne Stillbeziehung haben. Als ich ihm sagte dass ich mich nicht mehr wohl fühle und mich dieser Morgen ohne stillen irgendwie „befreite“ beschlossen wir gemeinsam, Lovebug am nächsten Wochenende komplett abzustillen.

Viel erklären

Es waren also noch 2 Morgen übrig, an denen wir stillten. Ich sprach mit Lovebug und erklärte meine Situation. Dass ich mich nicht mehr wohl fühle. Dass ich die Zeit sehr schön fand, aber ich es nun nicht mehr genießen kann. Dass wir noch 2 mal stillen und dass dann Schluss ist. Lovebug hörte brav zu, ich bin mir sicher dass Lovebug alles versteht. Es gab keine besondere Reaktion darauf, weder positiv noch negativ. Die nächsten 2 Morgen waren wie immer, Lovebug fordernd, ich fühlte mich unwohl, eher Genuckel und unruhiges Verhalten. Am letzten Morgen erklärte ich nochmal ausführlich dass dies nun das letzte mal ist. Ich war mir sicher, dass ich es durchziehe.

Kleinkind komplett abstillen

Und nun war der Tag gekommen. Das Wochenende, an dem wir nicht mehr stillten. In der Früh war Mr. EA da, um das Genörgel mit auszuhalten. Klar war da Frust und Ärger, aber nicht allzu wild. Als wir aufstanden zum Frühstück, war es gegessen. Auch der Sonntag war wenig schlimm. Die folgende Woche war mal mehr mal weniger mit Wut gefüllt. Aber immer so, dass ich es aushalten konnte und viel erklärt habe. Und dann war auf einmal die Nachfrage von Lovebugs Seite auch nicht mehr da.

Erfolgreich abgestillt

Für mich war es ein erfolgreiches, sanftes Abstillen. Abends hat es Lovebug geleitet, das Abstillen Morgens habe ich mehr vorangetrieben. Einfach weil es sich nicht mehr gut und „richtig“ anfühlte. Die Reaktion von Lovebug war ok, natürlich etwas mit Frust verbunden, aber nicht zu arg. Und da Lovebug ja weiter viel Nähe, warme Worte und Kuscheleinheiten bekam wurde das super kompensiert. Es gab sogar noch mehr Kuschelzeit als vorher, was ich sehr genieße.
Wir haben übrigens nie eine Flasche mit (Kuh-)Milch gegeben, einfach weil wir einen Umstieg von Stillen auf normales Essen wollten und weil es ja sonst auch wieder nur ein Ersatz gewesen wäre.

Wie hat das komplette Abstillen bei Euch funktioniert?

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