Life

Weihnachten feiern mit Kind

So, da wären wir nun also, kurz vor Weihnachten mit einem Kind, das langsam die Welt begreift. Also auch das ganze Tamtam um Weihnachten herum. Da stelle ich mir auf einmal viele Fragen: Wie wollen wir Weihnachten feiern? So wie wir es in unserer Kindheit erlebt haben? Oder führen wir neue Traditionen und Bräuche ein? Und was steckt eigentlich hinter den alten Traditionen, die man schon jahrelang so mitmacht, weil es eben so üblich ist?

Was ist der Sinn des Weihnachtsbaumes…

…ist die erste Frage die mir dazu einfällt. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 25 Millionen Bäume aufgestellt. Aber wozu? Ich weiß es nicht, Mr. EA auch nicht. Aha das fängt ja schonmal gut an.
Nach kurzer Recherche finde ich heraus, dass zwar schon lange Zeit den Brauch gibt, dass immergrüne Äste im Winter in die Häuser gelegt werden. Als Symbol der Fruchtbarkeit, Lebenskraft und auf die Hoffnung des Frühlings. Weite Verbreitung erfährt der Baum ab der Hälfte des 19. Jahrhunderts, da zu diesem Zeitpunkt Nadelwälder angelegt wurden, wonach sich die normale Bevölkerung einen Baum leisten kann (diese haben zuvor nur Zweige gehabt). Anschließend hat die evangelische Seite des Christentums den Weihnachtsbaum in sein Brauchtum aufgenommen, die katholische musste irgendwann neben das Kripperl auch einen Baum hinstellen und schwupps hat ein paar hundert Jahre später jeder einen Baum im Wohnzimmer stehen. Und das auf der ganzen Welt. Schon irgendwie komisch, ich dachte da wäre irgendwie mehr dahinter.

Hier in USA haben total viele einen künstlichen Weihnachtsbaum aus Plastik mit bereits „eingebauten“ Lämpchen. Auf der einen Seite künstlich und komisch, auf der anderen Seite vielleicht nachhaltig weil der Baum theoretisch jahrelang verwendet werden kann und nicht extra ein Baum gezüchtet und gefällt werden muss, damit er 14 Tage im Wohnzimmer steht. Ich bin noch unschlüssig. Aber die Bäume werden hier auch schon viel früher aufgestellt, also nicht erst kurz vor Weihnachten. Wieder ein Punkt für den künstlichen Weihnachtsbaum, der immergrün, ohne Nadeln zu verlieren in der warmen Stube steht. Dafür gibt es keinen stimmungsvollen Nadelbaumgeruch.

Weitere Alternative ist ein lebendiger Baum mit Topf, den man nach Weihnachten in den Garten, Park oder sonstwo in die Natur pflanzen kann. Schöne Idee, auch mein Favorit für dieses Jahr. Letztes Jahr gab es auch schon einen Baum mit Erde bei uns. Der hat leider die warmen Zimmertemperaturen nicht vertragen (oder hat einfach zu wenig Wasser bekommen). Falls es wieder ein lebender Baum wird passe ich dieses Jahr aber besser auf und pflanze ihn in den Garten.

Bescherung

Wann und wie leitet man die Bescherung ein? Bei uns kommt das Christkind. Amerika mit Santa Claus hin oder her. Nur wie? Klassisch mit Glöckchen und dann sind Geschenke da? Da muss noch die zündende Idee kommen. Und was soll das eigentlich mit den Geschenken? Will ich meinem Kind weitergeben „je mehr desto besser?“
Denn ich komme immer mehr auf den „Less is more“ Weg. Ich brauche wenig, keine materiellen Gegenstände die mich glücklich machen. Der Umzug hat mir nochmal von neuem gezeigt, was ich alles besitze. Und wie wenig ich eigentlich brauche. Es gibt notweniges und praktisches, auf das ich nicht verzichten kann. Aber auf vieles könnte ich verzichten.  Weihnachten als Konsumfest, jeder soll beschenkt werden. Aber was schenkt man Leuten, die schon alles haben?

Wir haben beschlossen uns gegenseitig nichts Materielles zu schenken. Eher Zeit statt Zeug. Oder lieber selbstgemachte Basteleien, oder vergängliche Dinge wie Marmelade, Seifen etc.

Aber hat man sich an Weihnachten als Kind nicht am allermeisten auf die Bescherung gefreut? Für Lovebug haben wir ein paar Spielsachen besorgt, bzw. Geburtstagsgeschenke, die einfach zu viel waren aufgehoben und nun als Weihnachtsgeschenke umdeklariert. Es werden aber keine Geschenkberge sondern 3 oder 4 Teile sein, die hoffentlich lange bespielt werden. Es ist mir wichtig Lovebug mitzugeben dass es eher um die Zeit als Familie, gemeinsame Stunden und Erlebnisse geht als um materielle Geschenke.

Essen

Was soll es zu essen geben? Immer das Gleiche oder jedes Jahr einfach das worauf man gerade Lust hat? Raclette oder Fondue oder reichen auch mal Spaghetti Bolognese? Ich bin für Flexibilität und nicht zu viel Arbeit. Es soll ja nicht einer die ganze Zeit in der Küche stehen.

Neue Bräuche

Welche Bräuche möchte ich neu machen? Ich träume immer von einer Familie, die gemeinsam musiziert und Lieder vor dem Baum singt. Ich glaube da kann ich noch länger träumen. Denn singen kann keiner von uns und meine Gitarre Kenntnisse sind spärlich (aber ausbaufähig!). Mal sehen was ich mir in der Richtung einfallen lasse. Irgendwas zusammen soll es auf jeden Fall sein, aber da haben wir noch Zeit da dieses Jahr ja noch nicht so viel angesagt ist mit singen.

Denn zu guter Letzt wird Weihnachten mit Baby dann doch so enden:

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